Viele Spülmittelmarken fallen durch bei Tests zu Sicherheit und Umwelt

Viele Spülmittelmarken fallen durch bei Tests zu Sicherheit und Umwelt

Bild: KI-generiert

Viele Spülmittelmarken fallen durch bei Tests zu Sicherheit und UmweltImmer mehr Verbraucher achten beim Einkauf auf Gesundheit und Nachhaltigkeit. Unabhängige Testorganisationen spielen dabei eine wichtige Rolle. Eine aktuelle Analyse beliebter Handspülmittel zeigt jedoch, dass viele Produkte noch immer zu viele problematische Stoffe enthalten – und nicht immer den europäischen Vorgaben zu Sicherheit und Kennzeichnung entsprechen.

 

Orientierung durch unabhängige Tests

In Deutschland untersucht etwa Öko-Test seit vielen Jahren Alltagsprodukte wie Lebensmittel, Kosmetik und Reinigungsmittel. Ziel ist es, sichtbar zu machen, welche Produkte gesundheitlich unbedenklich sind, die Umwelt möglichst wenig belasten und wo Hersteller deutliche Defizite haben.
Spülmittel wirken auf den ersten Blick harmlos, enthalten aber oft einen Cocktail aus chemischen Inhaltsstoffen. Ohne unabhängige Bewertung ist für Verbraucher kaum zu erkennen, welche Flaschen im Regal eine verantwortbare Wahl sind – und welche man besser meiden sollte.

 

Bewertungskriterien

Die Testergebnisse werden in ausführlichen Berichten veröffentlicht. Dabei wird unter anderem geprüft:

  • Zusammensetzung und mögliche Schadstoffe;
  • Wirkung und Reinigungsleistung in der Praxis;
  • Auswirkungen auf Umwelt und Wasserorganismen;
  • Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Kennzeichnung.

Für viele Menschen sind diese Bewertungen eine wichtige Entscheidungshilfe beim täglichen Einkauf.

 

Chemie in Küche und Bad

Reinigungsmittel stehen schon länger im Fokus, weil sie sowohl den Anwender als auch die Umwelt belasten können. Manche Konservierungsmittel können Allergien auslösen, während bestimmte Tenside nur schwer abbaubar sind und sich in der Umwelt anreichern.
Hinzu kommt, dass wir täglich mit einer Vielzahl verschiedener Chemikalien in Kontakt kommen: über Waschmittel, Duschgel, Allzweckreiniger, Spülmittel und vieles mehr. Gerade deshalb sind klare Informationen und strenge Kontrollen so wichtig.

 

Deutliche Unterschiede

Vergleichende Tests zeigen zudem, dass es große Unterschiede gibt bei:

  • der Fettlösekraft und der Entfernung von Speiseresten;
  • der benötigten Produktmenge pro Spülgang;
  • der Ergiebigkeit einer Flasche.

Ein Mittel, das wirksam ist und zugleich Gesundheit und Umwelt weniger belastet, ist daher eindeutig zu bevorzugen.

 

EU-Vorgaben für klarere Etiketten und mehr Sicherheit

In der Europäischen Union gelten inzwischen strengere Vorschriften für chemische Produkte, darunter Reinigungs- und Spülmittel. Hersteller müssen nicht nur auf dem Etikett vor möglichen Gefahren warnen, sondern auch zusätzliche Identifikationsanforderungen erfüllen.

 

UFI-Code

Seit Anfang 2025 ist für Produkte, die ein chemisches oder gesundheitliches Risiko darstellen können, ein sogenannter Unique Formula Identifier (UFI) vorgeschrieben. Dieser eindeutige Code auf der Verpackung ermöglicht es, in Notfällen – etwa bei Verschlucken oder Hautkontakt – schnell zu ermitteln, welche Stoffe genau im Produkt enthalten sind. Rettungsdienste und Giftinformationszentren können dadurch gezielter reagieren, was helfen soll, Unfälle zu vermeiden.

 

Zusätzliche Regelungen

Neben der UFI-Kennzeichnung gelten Vorschriften für:

  • klare Gefahrenpiktogramme und Warnhinweise;
  • Beschränkung oder Verbot bestimmter schadstoffreicher Substanzen;
  • Anforderungen an Verpackung und Kindersicherheit;
  • Berücksichtigung von Umweltverträglichkeit und Abbaubarkeit.

Unternehmen, die diese Normen nicht einhalten, riskieren Sanktionen. Theoretisch sollte dies zu mehr Transparenz und sichereren Produkten auf dem europäischen Markt führen.

 

Enttäuschende Testergebnisse

Die aktuelle Untersuchung verschiedener Spülmittelmarken zeigt jedoch, dass die Praxis oft anders aussieht. Ein großer Teil der getesteten Produkte konnte in der Gesamtbewertung nicht überzeugen. Nur etwa die Hälfte erreichte ein Urteil in den Kategorien „gut“ oder „sehr gut“.

Vor allem konventionelle, flüssige Handspülmittel schnitten unterdurchschnittlich ab. Es gab zwar einige positive Ausnahmen, doch nicht alle Hersteller kamen mit einem bloßen „Denkzettel“ davon. Bei manchen Spülmitteln stießen die Tester auf Inhaltsstoffe, die sowohl aus Nutzersicht als auch aus Umweltsicht problematisch sind.

 

Gesund und umweltbewusst abwaschen

Die Testergebnisse machen deutlich, dass nicht jede bekannte Marke automatisch eine sichere oder nachhaltige Wahl ist. Wer beim Abwasch bewusster handeln möchte, kann einige praktische Schritte berücksichtigen:

  • auf Gütesiegel und unabhängige Testergebnisse achten;
  • Etiketten auf allergene Konservierungsstoffe und Warnsymbole prüfen;
  • im Zweifel Produkten mit weniger aggressiven Inhaltsstoffen und besserer Umweltbilanz den Vorzug geben;
  • Spülmittel sparsam verwenden – häufig genügt weniger für ein gutes Ergebnis.

 

Siam-it.com

Solange nicht alle Hersteller ihre Rezepturen und Kennzeichnung im Griff haben, bleiben unabhängige Tests unverzichtbar. Sie machen sichtbar, welche Produkte tatsächlich Fortschritte in Sachen Gesundheit und Umwelt machen – und welche noch eine gründliche „Reinigung“ nötig haben.
Sind Sie als Hersteller von Spül- und/oder Reinigungsmitteln unsicher, ob Ihre Produkte die geltenden Vorgaben zum Schutz von Mensch und Umwelt erfüllen? Die Spezialisten von Siam unterstützen Sie kompetent dabei, Ihre Sicherheitsdatenblätter auf den aktuellen Stand zu bringen und den Aufwand rund um die UFI-Codes für Ihre Produkte einfach und effizient zu organisieren. Nehmen Sie gern kostenlos und völlig unverbindlich Kontakt mit uns auf – per E-Mail an paul.robben@siam-it.com oder über das unten stehende Anfrageformular.

Quelle: KA-Insider
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